Neue Statistiken von der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) berichten, dass nun ungefähr 100 Länder auf der Welt biometrische e-Pässe ausstellen.
Die ICAO ist eine Organisation der Vereinten Nationen, die internationale Luftfahrt überwacht. Ihr neuester Bericht zeigt nicht nur dass 93 von den 193 U.N.-Mitgliedsstaaten nun e-Pässe ausstellen, sondern auch dass 21 zusätzliche Länder in den kommenden vier Jahren diese Pässe ausstellen werden.
Elektronische Pässe enthalten einen in der Decke eingelassenen kleinen elektronischen Chip (einen RFID chip), der Schlüsselinformationen über den Passnutzer wie seinen Namen, Geschlecht, Geburtsdatum und ein digitalisches Bild des Nutzers enthält. Manche elektronische Pässe enthalten auch biometrische Informationen und erfordern eine digitale Bestätigung von physikalischen Eigenschaften wie Fingerabdrücke und Irismuster.
„Fünfundvierzig von den e-Pässe ausstellenden Staaten speichern beide Fingeabdrucks- und Gesichstdateien auf ihren Dokumenten, während 34 nur die Gesichtsdateien speichern“, sagte Secure ID News.
Laut der Forschung der ICAO bieten die USA die größte Menge von elektronischen Pässen (72 Millionen) und das Vereinigte Königreich ist der zweite größte Aussteller mit 27 Millionen. Laut der von Acuity Market Intelligence gesammelten Projektionen wird der asiatische pazifische Raum allerdings nur in zwei Jahren 55 Millionen Dokumenten ausstellen, die 42 Prozent der gesamten globalen Menge repräsentieren.
Während die globalen Zahlen schnell steigen, berichtet die ICAO auch, dass nur 15 Länder automatische Grenzübergängssysteme verwenden, die Reise durch e-Gates an Flughäfen ermöglichen. Nur sechs von den 15 nutzen erhöhte Biometrie wie Gesichts- und Fingerabdruckscannen. Neben diesen lesen nur acht Ländern – USA, Vereinigtes Königreich, Singapur, Portugal, Neuseeland, Japan, Indonesien und Deutschland – e-Pässe an Flughäfen und Grenzübergängen.
Eine andere Forschungsgruppe IMS Research sagt voraus, dass innerhalb fünf Jahren 90 Prozent von Passnutzern e-Pässe verwenden würden.
Alex Green, der Autor eines IMS Berichts Electronic Government and Health Care ID Cards sagt, bis 2014 „werden die Mehrheit von Pässen zusätzliche biometrische Dateien wie einen oder mehreren Fingerabdrücke, Irismuster, etc. enthalten“.
QUELLE:
Secure ID News: “E-Passports Spread To Half The Globe”


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