Der 1. Januar 2012 ist das 10. Jubiläum des Euros, die einzelne Währung unter 17 Ländern in Europa, aber es gibt wenig Grund zum Feiern.
Beeinträchtigt von den von der Europäischen Union genannten „über das Jahrzehnt angehäuften steuerlichen und makroökonomischen Ungleichgewichten“ berichten viele Finanzanalysten, der Euro sei in Not. Länder wie Irland, Spanien und Italien wurden vor allem in den letzten drei bis vier Jahren mit hohen Verschuldungen und Rezessionsgefahren gekennzeichnet.
So aktuell wie letzte Woche hat Griechenland angekündigt, dass es nach Rettungsgeld mit Wert von 130 Milliarden Euro suchen würde. „Der Rettungsvertrag muss unterzeichnet werden“, teilt Regierungssprecher, Pantelis Kapsis den griechischen Fernsehanstalten mit.
Allerdings wenn Länder wie Griechenland versuchen, den Euro aufzugeben und zu ihrer originellen Landeswährung zurückzukehren, ist das kein Prozess, das innerhalb eines Tages erfolgen kann. In der Tat sagen Experten der Banknotenindustrie, dass es wenigstens ein Jahr dauern werde, bevor ein Land auf eine andere Währung zurückgreifen könne.
Bevor Banknoten verarbeitet werden können, müssen sie gestaltet, entwickelt und mit Fälschung verhindernden Sicherheitsmerkmalen ausgestattet werden. Vor der Lieferung am Papierhesteller müssen die Elemente zusammengestellt werden. Das könnte zwischen drei bis vier Monaten dauern. Danach werden die Scheine am Sicherheitsdrucker geliefert, der die Banknoten mit wenigstens sechs bis acht verschiedenen Verfahren zu ihrer Vorbereitung für Umlauf kontrolliert.
„Wenn wir die Eurozone in Betracht ziehen, ist die Logistik dahinter sehr herausfordernd nachzudenken“, teilt der Vorstandsvorsitzender von Fortress Paper (ein Unternehmen, das Banknoten herstellt) Chad Wasilenkoff BNN im Dezember mit. „Wäre es einfacher gewesen, wenn ein Land wie Griechenland die EU verlassen würde aber wenn die gesamte Zone zusammenbrechen würde, ist es logistisch nicht möglich“.
Trotz der Lange wurde in einem Artikel von RT.com im letzten Monat berichtet, dass Zentralbanken in Europa sich Kontingenzpläne vorbereiten und ihren Bedarf für zusätzliche Druckskapazität einschätzen, sollte der Euro zu Ende kommen.
QUELLEN:
The Malta Independent: “Little To Celebrate As Eurozone Marks 10-Year Anniversary”
RT.com: “Highway To Hell? Greece Barrels Toward Euro Exit”
RT.com: “Plan B: Printing Presses on Standby To Beat Euro’s Demise”
The Globe and Mail: “Video: Can Printing New Currencies Keep Euro Zone United?”


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